Ina Rust: Vorlesungsaufzeichnungen – Praxiseinblick & Evaluationsergebnisse

13 04 2011

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Zunächst noch vereinzelt und seit 2008 vermehrt werden Vorlesungen per Video aufgezeichnet und den Studierenden über ein Learning-Management-System oder im Internet zum Abruf (als Stream oder zum Download) bereitgestellt. Die Abbildung zeigt hierfür ein Beispiel. Diese Vorlesungsaufzeichnungen werden in vielen Hochschulen ergänzend zur Präsenzlehre bereitgestellt. Hierdurch haben die Studierenden die Wahl, sich die Vorlesung traditionell im Hörsaal und/oder Zuhause am eigenen Computer anzuschauen.

Das Für und Wider dieses Angebotes wird unter Lehrenden immer wieder heftig diskutiert. Es stellt sich die berechtigte Frage: Was sind die Mehrwerte von Vorlesungsaufzeichnungen als Ergänzungsangebot zur Präsenzlehre?

Zur Beantwortung dieser Frage haben wir eine Studie an der Leibniz Universität Hannover durchgeführt. Über 600 Studierende sowie 10 Lehrende in ebenso vielen Lehrveranstaltungen wurden zu den Mehrwerten von Vorlesungsaufzeichnungen befragt. Die Ergebnisse der Studie möchte ich Ihnen kurz vorstellen und die Bedeutung für die Lehre mit Ihnen diskutieren.

Den Pre-Print der Studie können Sie darüber hinaus hier herunterladen. Ein Demo für eine vollständige Vorlesungsaufzeichnung finden Sie hier.





Ralf Steffen: Videos annotieren

13 04 2011

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Der Einsatz von Videos in der Lehre ist nicht neu – wohl aber, dass die Lehrenden wie Lernende gefilmte Szenen wie z. B. Rollenspiele, Vortragssituationen, gefilmte Prozesse und Abläufe sowie Praxissituationen aus dem Berufsalltag direkt im Film annotieren können. Eingebunden in den Web-Dienst edubreak der Ghostthinker können sie das Video anhalten, im Bild Punkte, Flächen etc. markieren und textlich mit Erläuterungen versehen – andere können diese Anmerkungen lesen und wiederum kommentieren. Die Einsatzszenarien sind vielfältig und für den Bereich der Bürgerbeteiligung, die das Lehrgebiet Planungskommunikation und Freiraumpolitik verfolgt, bietet diese Anwendung im Internet eine neue Möglichkeit, an bewegten Bildern zu diskutieren. Wahrnehmung und Wortbeiträge bleiben erhalten und werden durch Funktionen wie ein Blog oder andere ergänzt. So bekommt jede Person einen Einblick in die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Sachverhalt.

Ziel des KIQS-Projektes der Leibniz Universität Hannover ist es, die Entwicklung und Durchführung der Lernszenarios, in dem die Lernenden die Möglichkeit haben, Videos zu annotieren und gemeinsam bzw. mit den Lehrenden darüber zu diskutieren, vielseitig auszuloten. Durch den Einsatz dieses Systems wird eine intensivere Auseinandersetzung der Studierenden mit den Lerninhalten in mehreren möglichen Schichten und Inhaltsbezügen gefördert. Dies bewirkt ein besseres und nachhaltigeres Erreichen der anvisierten Lernziele und somit eine signifikante Qualitätsverbesserung der Lehre.





Marc Krüger: Wie man 100 %ig online mit 4 Autoren ein Buchkapitel schreibt

13 04 2011

Es fing alles mit einem Aufruf an: Schreiben Sie mit am „Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien“, abgekürzt L3T. Hierfür sollte jeder, der Interesse, Expertise und Lust hatte mitzuwirken, ein Thema benennen und sich kurz vorstellen. Die Herausgeber des Sammelbandes haben dann aus den vielen Vorschlägen Kapitel für das Buch erarbeitet und Autorengruppen formiert.

Ich fand mich in einer Gruppe aus vier Medienpädagogen wieder, die einen Beitrag zu „Educasting“, also dem Lernen mit Podcasts, verfassen sollten. Von den drei Mitautoren kannte ich gerade mal eine Kollegin und die nur flüchtig. Verteilt waren wir über die gesamte Republik und jeder hatte seine Expertise in anderen Themenfeldern.

Wie wir mit Skype und Google Docs das Buchkapitel geschrieben haben, darüber will ich berichten. Anschließend möchte ich mit Ihnen darüber nachdenken, was für eine Bedeutung solch eine Art des wissenschaftlichen Arbeitens für die Lehre hat.

Zu guter Letzt: Insgesamt haben an dem Buch 115 Autoren 48 Kapitel verfasst und 80 Gutachter mitgewirkt. Das Buch ist inzwischen fertig und kann als „Open Educational Resource“ frei im Internet abgerufen werden: www.l3t.eu Unser Kapitel findet sich hier: Educasting – Wie Podcasts in Bildungskontexten Anwendung finden Wir vier Autoren haben uns bis jetzt noch nicht persönlich getroffen, planen aber bereits ein gemeinsames Buch zum Educasting.