Ralf Steffen: Videos annotieren

13 04 2011

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Der Einsatz von Videos in der Lehre ist nicht neu – wohl aber, dass die Lehrenden wie Lernende gefilmte Szenen wie z. B. Rollenspiele, Vortragssituationen, gefilmte Prozesse und Abläufe sowie Praxissituationen aus dem Berufsalltag direkt im Film annotieren können. Eingebunden in den Web-Dienst edubreak der Ghostthinker können sie das Video anhalten, im Bild Punkte, Flächen etc. markieren und textlich mit Erläuterungen versehen – andere können diese Anmerkungen lesen und wiederum kommentieren. Die Einsatzszenarien sind vielfältig und für den Bereich der Bürgerbeteiligung, die das Lehrgebiet Planungskommunikation und Freiraumpolitik verfolgt, bietet diese Anwendung im Internet eine neue Möglichkeit, an bewegten Bildern zu diskutieren. Wahrnehmung und Wortbeiträge bleiben erhalten und werden durch Funktionen wie ein Blog oder andere ergänzt. So bekommt jede Person einen Einblick in die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Sachverhalt.

Ziel des KIQS-Projektes der Leibniz Universität Hannover ist es, die Entwicklung und Durchführung der Lernszenarios, in dem die Lernenden die Möglichkeit haben, Videos zu annotieren und gemeinsam bzw. mit den Lehrenden darüber zu diskutieren, vielseitig auszuloten. Durch den Einsatz dieses Systems wird eine intensivere Auseinandersetzung der Studierenden mit den Lerninhalten in mehreren möglichen Schichten und Inhaltsbezügen gefördert. Dies bewirkt ein besseres und nachhaltigeres Erreichen der anvisierten Lernziele und somit eine signifikante Qualitätsverbesserung der Lehre.